Waldlaubersheim
Waldlaubersheim
Autobahnkirche Waldlaubersheim
Autobahnkirche Waldlaubersheim

Die Gemeinde Waldlaubersheim

Die Strukturveränderungen in vielen Lebensbereichen haben auch vor der Gemeinde nicht Halt gemacht. Der früher rein weinbau- und landwirtschaftlich orientierte Ort weist mit Hilfe der Verbandsgemeinde Stromberg einen ca. 87 Hektar großen Gewerbepark aus, um neue Arbeitsplätze anzusiedeln.

Waldlaubersheim gehörte zu den ältesten Weinbaugemeinden in der Naheregion, wie aus einer Urkunde des Klosters Lorch aus dem Jahre 767 ersichtlich ist. In dieser Urkunde ist von einer Schenkung eines Wingerts und 20 Eimern Weinertrag die Rede. In einer anderen Urkunde von 771 schenkte Richlindis all ihr Gut an Weinbergen, Äckern und Wiesen in Leibersheim (Waldlaubersheim) am Bach Therminbizia (Hahnenbach) ebenfalls dem Kloster Lorch.

1190 ist im Bolandschen Lehenverzeichnis eine Kirche zu Leibersheim (Waldlaubersheim) erwähnt. In der Folge wechselten die Herrschaften; Die Grafen von Lon in Mainz, die Ritter von Bolanden, die Herren von Schonenburg, die Grafen von Nassau-Zweibrücken und die Grafen von Degenfeld.

Im Gemeindewappen sind Symbole früherer Herrschaften, also derer von Bolanden (auf blauen Grund ein silbernes Rad und derer von Schonenburg (auf silbernem Untergrund ein schwarzes Herzschild, der mit einem goldenen Glevenrand belegt darüber) eingearbeitet.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Reformation in Waldlaubersheim eingeführt. Die mittelalterliche Pfarrkirche wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts zum letzten Mal erneuert. Das dreischiffige Langhaus musste aufgrund von Bauschäden 1862 vollständig abgetragen und durch einen Neubau nach Plänen des Kreuznacher Bauinspektors Conradi ersetzt werden. Erhalten bleiben der Glockenturm und die beiden netzgewölbten seitlichen Turmanbauten. Heute dient die Kirche zusätzlich als Autobahnkirche.