Seibersbach
Seibersbach

Die Gemeinde Seibersbach

Funde in den Höhlenspalten am Dörrebacher Weg und am Hunsfelsen in Stromberg lassen eine sehr frühe Besiedlung der Region erkennen. Auch die Römer waren hier, wie Reste eines Gutshofes in der Gemarkung beweisen.

Ein interessantes Bauwerk war das „Kloster Atzweiler”, eine römische Siedlungsstelle, die ursprünglich einen 16 x 16 Meter großen Turm darstellte. Es war die letzte Raststätte der Soldaten vor dem langen Marsch nach Simmern.

Urkundlich wird Seibersbach, das mit Dörrebach eine Herrschaft bildete, 983 erwähnt. Damals wurden beide Dörfer von Kaiser Otto II. an den Erzbischof Willigis von Mainz geschenkt. Die Herrschaftsrechte gingen später an die Wolf von Sponheim über samt Gerichten, Wasser, Weyde, Feld, Welde und Fogtei. Die Herrschaft der Wolf von Sponheim dauerte bis 1702, dann wurden beide Dörfer dem Freiherrn und nachmaligen Grafen Franz Adolf Dietrich von Ingelheim zum Preise von 63.000 Gulden verkauft. Die Ingelheimer Herrschaft endete mit der Besetzung durch französische Revolutionstruppen.

Die Wappen der Sponheimer und der Ingelheimer wurden in Gemeindewappen aufgenommen. Im vorderen Obereck befindet sich in Schwarz der Sponheimer doppelköpfige Adler auf goldenem Grund. Das bis zur Schildmitte reichende Schachmuster ist in Gold und Rot gehalten. Im Schildfuß ist das Wappen der Grafen von Ingelheim. Das zweireihige in Gold und Rot gehaltene Kreuz befindet sich in schwarzem Feld. Zwischen beiden Wappen sieht man als Wellenbalken den Seibersbach, von dem der Ort seinen Namen ableitet.