Roth
Roth

Die Gemeinde Roth

Als kleines Dorf mit einer großen Vergangenheit stellt sich die 270 Einwohner zählende Gemeinde Roth dar, die 1987 ihr achthundertjähriges Bestehen feierte. Erstmals wird nämlich der Ortsname in einer Urkunde des Klosters Rupertsberg aus dem Jahre 1187 erwähnt, in der es heißt, dass Erzbischof Konrad von Mainz die Besitzungen von „Rode” unter seinen Schutz nimmt.

In einer Urkunde aus dem Jahre 1589 wird Roth der „Urgemarkung” Waldlaubersheim zugeordnet. Zur Zeit Friedrichs I. kam der Ort an die Pfalzgrafen bei Rhein und blieb kurpfälzisch bis 1707, als die Franzosen einmarschierten.

Sowohl der Ort wie auch die ehemalige Kirche, die schon im Mittelalter verfallen ist, sollen ursprünglich an einer anderen Stelle gestanden haben. Mauer- und Brunnenreste werden immer wieder im Gelände zwischen dem jetzt bebauten Ortsteil und dem „Dollarhof” an der ehemaligen Bundesstraße 50 gefunden. Auch der Flurname „Hofstatt” deutet darauf hin.

Die ursprünglich rein landwirtschaftlich orientierte Gemeinde ist zur Heimat für Arbeiter, Angestellt, Beamte und Gewerbetreibende geworden. Nicht zuletzt hat auch die Nähe der Autobahn dazu beigetragen, dass die Bevölkerung auf jetzt 300 Einwohner gewachsen ist.

Die geschichtliche Vergangenheit findet ihren Niederschlag im Gemeindewappen. Der rote Abtsstab auf silbernem Untergrund deutet auf Kur-Mainz und die Erzbischöfe als Schirmherren hin und der Löwenkopf in goldener Farbe auf schwarzem Untergrund auf die Zugehörigkeit zu Kurpfalz.